Liberale Zitate

Liberale Zitate

Liberale Gedanken

Zitate und Sprichwörter aus mehreren Jahrhunderten

Liberales Denken wird in unzähligen Zitaten und Sprichwörtern aus vielen Jahrhunderten deutlich. Deutlich wird allerdings auch, dass es immer noch einen Rückstand im liberalen Handeln gibt. Daran kann jeder Einzelne etwas ändern!

Die folgende Auswahl wird von Zeit zu Zeit überarbeitet. Die Hinweise auf aktuelles Geschehen sollen dazu anregen, den eigenen Blick zu schärfen.

Neue Zitate stellen wir oben an - das erleichtert den Überblick.
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Wer ohne Weiteres wesentliche Freiheiten aufgeben kann, um vorübergehende Sicherheit zu erlangen, verdient weder Freiheit noch Sicherheit. (Benjamin Franklin. Im Original: „They who can give up essential liberty to obtain a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety.“
Das Zitat wird oft stark verkürzt: „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.“)

Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher. (Bertold Brecht)
(Daraus lässt sich folgern: Wer lügt und behauptet, das sei die Wahrheit, ist ein dummer Verbrecher.)

Freiheit ist kein Geschenk des Staates. (Sabine Leutheusser-Schnarrenberger)

Der Weise gestaltet sich sein Schicksal selbst. (Plautus)

Mit Freiheit ist nicht die persönliche Selbstoptimierung gemeint. Sie bringt auch Pflichten mit sich. (Heinrich Bedford-Strohm, EKD-Ratsvorsitzender)

Der Liberalismus ist die umfassendste Alternative zu jeder Form der Unfreiheit. (Unbekannter Redner in der DDR, von Hans-Dietrich Genscher zitiert)

Das gibt uns den schönsten Frieden: Frei am eignen Glück zu schmieden. (Nach Goethe)

Wir wollen bei uns die Menschen sammeln, die nicht etwas werden wollen, sondern die etwas sein wollen; nämlich sie selbst, Menschen eigenen Muts und eigener Verantwortung. (Theodor Heuss, erster Vorsitzender der FDP)

Die äußere Freiheit des Geistes ist der Humor, er ist immer souverän. (Ludwig Börne)

Es gibt nur eins, das schlimmer ist als Ungerechtigkeit, und das ist Gerechtigkeit ohne Schwert. Wenn Recht nicht Macht ist, ist es Übel. (Oscar Wilde)

Das Glück besteht nicht darin, dass du tun kannst, was du willst, sondern darin, dass du immer willst, was du tust. (Leo N. Tolstoi)

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt. (Mahatma Gandhi)

Wenn wir wollen, dass alles so bleibt, wie es ist, müssen wir zulassen, dass sich alles verändert. (Giuseppe Tomasi di Lampedusa) - Die Erkenntnis eines Liberalen für die Konservativen.

Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit: Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten. (George Bernard Shaw)

Mag sein, dass der jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gerne die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht. (Dietrich Bonhoeffer)

Für freie Menschen sind Drohungen wirkungslos. (Cicero)

Niemand ist gut genug, einen anderen ohne dessen Zustimmung zu regieren. (A. Lincoln)

Diejenigen, die ihre Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgeben, werden am Ende keines von beiden haben. (Benjamin Franklin)

Im Namen der Toleranz sollten wir das Recht beanspruchen, die Intoleranz nicht zu tolerieren. (Karl Raimund Popper)

An den wärmsten Plätzen sitzen oft die Unverfrorenen. (Robert Lembke. Nicht unbedingt liberal, aber eine nüchterne Feststellung, insofern doch liberal.)

Wir dürfen den Leuten keine Fische schicken, wir müssen ihnen Angeln geben. (Jürgen Abraham, Bundesvereinigung der deutschen Ernährungsindustrie)

Gleichgültigkeit ist ein anderer Name für Verantwortungslosigkeit. (Joachim Gauck) - Und unterlassene Kritik ist der Anfang der Korruption!

Es ist so bequem, unmündig zu sein. (Immanuel Kant). -
Der mündige Bürger ist das Leitbild der Liberalen. Ein Wohlfahrtsstaat nach sozialistischen oder über-fürsorglichen Vorstellungen sorgt jedoch dafür, dass sich zu viele Menschen von ihm ein bequemes Leben (mit deutlichen Zügen der Unmündigkeit) besorgen lassen - bis für die wirklich Bedürftigen und schließlich für den Wohlfahrsstaat selber nicht mehr genügend Geld da ist…

Das Gesetz ist der Freund des Schwachen. (Friedrich von Schiller) – Voraussetzung: Das Gesetz wurde von Menschenfreunden in Kraft gesetzt.

Es ist keine Schande hinzufallen, aber es ist eine Schande, einfach liegenzubleiben. (Theodor Heuss)

Die Stimme der Vernunft ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör verschafft hat. (Sigmund Freud) – Liberale halten durch, wenn es um ihre Grundsätze geht. Wenn sich erwiesen hat, dass sie Recht hatten, kommt die Umkehr oft teuer.

Es sind nicht alle frei, die ihrer Ketten spotten. (Lessing) – Ideologien sind politische Ketten; das merkt aber nicht jeder, der von ihnen gefesselt ist.

Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten. (Gottfried Keller) – Jeder kann etwas leisten. „Leistung muss sich lohnen“ heißt in einer demokratischen Gesellschaft aber auch, dass Leistungsvermögen dazu verpflichtet, sich für Schwächere einzusetzen.

Die Presse ist die Artillerie der Freiheit. (Hans-Dietrich Genscher - immer aktuell!)

Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage. (Mephisto lt. Goethe. Er könnte veraltete Gesetze gemeint haben.)

Es erben sich Gesetz und Rechte wie eine Krankheit auch noch ewig fort. (Goethe; passend zur liberalen Forderung nach einem Verfallsdatum für Gesetze, Verordnungen und Satzungen.)

Die Begehrlichkeit kennt keine Schranke, nur Steigerung. (Seneca zum einnehmenden Wesen des Staates.)

Ein Politiker denkt an die nächste Wahl, ein Staatsmann an die nächste Generation. (J.F.Clarke)

Ich kann, weil ich will, was ich muss. (Kant – passend zum Optimismus der Liberalen.)

Das Rechte sehen und es nicht tun ist Feigheit. (Konfuzius. Auch Opportunismus ist Feigheit.)

Im verdorbensten Staat gibt es die meisten Gesetze. (Tacitus; passend zur Rekordzahl der rot-grünen Regierung 1998-2005. Angesichts der Regelungswut mancher Parteien ist leider keine Besserung in Sicht.)

Wer wirklich etwas Gutes tun will, findet einen Weg; die anderen finden eine Ausrede. (Sprichwort. Auch hier wieder: Liberaler Pragmatismus und Optimismus gegen Ideologien.)

Wo es Gold regnet, regnet es Laster nach. (Sprichwort. Zu viel Wohlfahrt verdirbt erst den Charakter und dann den Staat.)

Ideale sind gefährlich; Realitäten sind besser. (Oscar Wilde – ein früher Liberaler.)

Den Willigen führt das Geschick, den Störrischen schleift es mit. (Ducunt volentem fata, nolentem trahunt. Seneca. Wer sich aufraffen kann, einer Partei beizutreten, kann sein Geschick sogar mitbestimmen.)

Wer die Laterne trägt, stolpert leichter, als wer ihr folgt. (Jean Paul. Manche wollen nicht mal folgen…)

Es ist ebenso viel Trägheit wie Schwäche dabei, sich beherrschen zu lassen. (J. de la Bruyère) -
Viele Nichtwähler und Parteilose nehmen alles hin und kümmern sich nicht um Politik; viele von ihnen sind auch sonst träge und schwach. Und bloßes Schimpfen ändert nichts.

Früher litten wir an Verbrechen, heute an Gesetzen. (Tacitus) – Abgesehen davon, dass es beides immer noch gibt: Auch die Demokratie scheint manchmal geeignet, die Menschen per Mehrheitsbeschluss zu gängeln….

Die Tragik des modernen Menschen ist nicht, dass er immer weniger über den Sinn des eigenen Lebens weiß, sondern dass ihn das immer weniger stört. (Václav Havel) – Wer vom Staat alles abgenommen bekommt, braucht nur noch zu existieren und Steuern zu zahlen. Selber denken ist da nicht vorgesehen.

Klarheit in den Worten, Brauchbarkeit in den Sachen. (Gottfried Wilhelm Leibniz) – Politiker müssen verständlich reden und schreiben; ihre Sachen sind Programme, Satzungen und Gesetze.

Eine Regierung wäre vollkommen, die der Vernunft so viel Macht verleihen könnte wie der Macht Vernunft. (A. de Rivarol) – Viele hatten ihre Hoffnungen auf die große Koalition gesetzt, aber schon die Gesundheitsreform hat gezeigt: Das war ein großer Irrtum.

Der edle Mensch ist würdevoll, ohne überheblich zu sein. (Konfuzius) – Ein schönes Leitbild für die Beurteilung von Politikern.

In der Politik gibt niemals der Klügere nach, sondern immer der Schwächere… (Loriot) – Wenn immer nur der Klügere nachgeben würde, hätten wir bald die absolute Herrschaft der Dummen…

Ein großer Weiser erscheint oft wie ein Narr. (Chinesisches Sprichwort) – Große Liberale wurden oft verlacht – bis man erkannte, dass sie recht gehabt hatten.

Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, dass er tun kann, was er will, sondern darin, dass er nicht tun muss, was er nicht will. (Jean-Jacques Rousseau) – Man muss sich nur an die DDR erinnern, um wenigstens zu ahnen, wie das gemeint ist.

Wir bleiben nicht gut, wenn wir nicht immer besser zu werden trachten. (Gottfried Keller) – Jeder kann etwas leisten! Leistungsvermögen verpflichtet dazu, nicht nur für sich selbst zu sorgen, sondern auch Schwächeren zu helfen. Mit anderen Worten: Können verpflichtet.

Der Fortschritt ist die Verwirklichung von Utopien. (Oscar Wilde)

Wer keine Visionen hat, vermag weder große Hoffnungen zu erfüllen, noch große Vorhaben zu verwirklichen. (Thomas Woodrow Wilson) – Deshalb ist es richtig, Reformen tatkräftig in Gang zu setzen und zuversichtlich in die Zukunft zu schauen.

Die Grenzen des Möglichen lassen sich nur dadurch bestimmen, dass man sich ein wenig über sie hinaus ins Unmögliche wagt. (Arthur Charles Clarke) – Das gilt für so manches, was die FDP in der Zeit der Opposition ersonnen hat und in der Regierung verwirklichen will. Konservative klammern sich lieber an die alten Gewohnheiten und Gewissheiten; Sozialisten reiten auf ihren Ideologien in den Nebel und beklagen anschließend unverhoffte Hindernisse und Stürze.

Zum Schluss ein ganz besonderes Zitat:

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